Freitag, 2. Juli 2010
Meine allererste Berührung mit der Politik - Perry Rhodan oder Willy Brandt?
Keine Angst, ich werde nicht erzählen daß ich bei der Flucht meiner Eltern aus der Ostzone (so hieß die DDR damals. DDR? Die 5 neuen Länder . . .) in den freien Westen als Embryo etwas durchgeschüttelt wurde. Da wußte ich ja noch nicht, daß dies schon politisch verursacht war, denn meine Eltern flohen vorsorglich bevor die Kommunisten meinen Vater ein zweites Mal unschuldig einsperren konnten, wie sie es nach dem 17. Juni 1953 getan hatten.
Auch als ich als gewalttätiger evangelischer Fremder (also quasi als Heide) aus dem katholischen Kindergarten flog (ich hatte die brutale Frechheit besessen ein einheimisches Unterschichtenkind (Lehrereltern) zurückzuschubsen nachdem es mich grundlos geschlagen hatte, darum war ich natürlich der Angreifer für die verblödete aufsichtführende Nonne, denn Einheimische haben immer Recht - heute ist es umgekehrt) sah ich das nicht politisch. Ich war ja ein kleines Kind und fand die alte Kuh einfach blöd - genauso wie den geistig zurückgeblieben Schläger. Würde mir das Ganze heute passieren , käme ich wohl an diesem Tag nicht lebendig heim.
So ändern sich die Zeiten. Es hat sich eben nichts geändert.
Richtig politisch wurde es für mich erst im Willy-Jahr.
Da war ich immer noch ein Kind, und die zwei Schulschläger vom Internat nebenan zogen klassenkämpferisch über den Schulhof und nahmen sich die Kleineren vor: "Für oder gegen Willy Brandt?"
Natürlich traute sich unter den vorgehaltenen Fäusten keiner gegen Brandt zu sein, zumal wir alle noch andere Interessen hatten als wer da nun Bundeskanzler oder Kiesekanzler wird.
Ich war gerade von Fix- und Foxi (Herausgeber Rolf Kauka, viele Jahre später schlug ich ihn als Bundespräsident vor, diese Begegnung hier auf dem Schulhof muß also politisch prägend für mich gewesen sein) umgestiegen auf Perry Rhodan und Ren Dhark. Hatte mich also von den Comics zu den Romanheften weiterbewegt.
Als die zwei Brutalos mich an die Pausenhofwand drückten und fragten "für oder gegen Willy", hatte ich das Gefühl im Film zu sein (damals, oder auch erst später, gab es einen Fernsehfilm über Stauffenberg, da schrien die in den Bendler-Block eindringenden Soldaten die vermuteten Putschisten auf die sie dort trafen an: "für oder gegen Hitler", freundlicherweise bevor sie Kopfschüsse verteilten), und so gab ich spontan (das Wort schlagfertig möchte ich aus begreiflichen Gründen nicht verwenden) die filmreife Antwort "für Perry Rhodan".
Darüber wurde rundum gelacht und weil man die Revolution nicht lächerlich machen darf, hatte ich mir schneller als ich gucken konnte rechts und links eine eingefangen.
Eigentlich waren es also ZWEI erste Berührungen mit der Politik, und die taten ganz schön weh.
Die gesellschaftspolitische Unterweisung in Demokratie gab mir übrigens ein Junge mit dem schönen Nachnamen Marx. Das wiederum war reiner Zufall, Jahre später lernte ich auch nette Menschen mit diesem im Rheinland häufigen Namen kennen.
Trotzdem erinnere ich mich daran als erste Begegnung mit dem Marxismus-Brutalismus.
Jahrzehnte später fragte mich einmal ein kommunaler Wahlleiter, woher denn meine für ihn unverständliche politische Motivation rühre. Dem erzählte ich die Episode vom Schulhof, worauf seine Ohren parteifarben anliefen und er polterte, nie, nie niemals sei so etwas je geschehen in dem Jahr des gesellschaftlichen Aufbruchs, als der heilige Willy gewählt wurde. Zu seinem Glück herrschte bei uns auf dem Schulhof kein Krieg, sonst hätte ich es vielleicht als Leugnung von Kriegsverbrechen betrachtet.
Zu diesem Kapitel erzählen mir doch glatt ein paar Linke, das habe doch aber nichts mit Politik zu tun.
Komisch, teils dieselben Leute die sonst immer der Meinung waren, alles sei politisch.
Auch als ich als gewalttätiger evangelischer Fremder (also quasi als Heide) aus dem katholischen Kindergarten flog (ich hatte die brutale Frechheit besessen ein einheimisches Unterschichtenkind (Lehrereltern) zurückzuschubsen nachdem es mich grundlos geschlagen hatte, darum war ich natürlich der Angreifer für die verblödete aufsichtführende Nonne, denn Einheimische haben immer Recht - heute ist es umgekehrt) sah ich das nicht politisch. Ich war ja ein kleines Kind und fand die alte Kuh einfach blöd - genauso wie den geistig zurückgeblieben Schläger. Würde mir das Ganze heute passieren , käme ich wohl an diesem Tag nicht lebendig heim.
So ändern sich die Zeiten. Es hat sich eben nichts geändert.
Richtig politisch wurde es für mich erst im Willy-Jahr.
Da war ich immer noch ein Kind, und die zwei Schulschläger vom Internat nebenan zogen klassenkämpferisch über den Schulhof und nahmen sich die Kleineren vor: "Für oder gegen Willy Brandt?"
Natürlich traute sich unter den vorgehaltenen Fäusten keiner gegen Brandt zu sein, zumal wir alle noch andere Interessen hatten als wer da nun Bundeskanzler oder Kiesekanzler wird.
Ich war gerade von Fix- und Foxi (Herausgeber Rolf Kauka, viele Jahre später schlug ich ihn als Bundespräsident vor, diese Begegnung hier auf dem Schulhof muß also politisch prägend für mich gewesen sein) umgestiegen auf Perry Rhodan und Ren Dhark. Hatte mich also von den Comics zu den Romanheften weiterbewegt.
Als die zwei Brutalos mich an die Pausenhofwand drückten und fragten "für oder gegen Willy", hatte ich das Gefühl im Film zu sein (damals, oder auch erst später, gab es einen Fernsehfilm über Stauffenberg, da schrien die in den Bendler-Block eindringenden Soldaten die vermuteten Putschisten auf die sie dort trafen an: "für oder gegen Hitler", freundlicherweise bevor sie Kopfschüsse verteilten), und so gab ich spontan (das Wort schlagfertig möchte ich aus begreiflichen Gründen nicht verwenden) die filmreife Antwort "für Perry Rhodan".
Darüber wurde rundum gelacht und weil man die Revolution nicht lächerlich machen darf, hatte ich mir schneller als ich gucken konnte rechts und links eine eingefangen.
Eigentlich waren es also ZWEI erste Berührungen mit der Politik, und die taten ganz schön weh.
Die gesellschaftspolitische Unterweisung in Demokratie gab mir übrigens ein Junge mit dem schönen Nachnamen Marx. Das wiederum war reiner Zufall, Jahre später lernte ich auch nette Menschen mit diesem im Rheinland häufigen Namen kennen.
Trotzdem erinnere ich mich daran als erste Begegnung mit dem Marxismus-Brutalismus.
Jahrzehnte später fragte mich einmal ein kommunaler Wahlleiter, woher denn meine für ihn unverständliche politische Motivation rühre. Dem erzählte ich die Episode vom Schulhof, worauf seine Ohren parteifarben anliefen und er polterte, nie, nie niemals sei so etwas je geschehen in dem Jahr des gesellschaftlichen Aufbruchs, als der heilige Willy gewählt wurde. Zu seinem Glück herrschte bei uns auf dem Schulhof kein Krieg, sonst hätte ich es vielleicht als Leugnung von Kriegsverbrechen betrachtet.
Zu diesem Kapitel erzählen mir doch glatt ein paar Linke, das habe doch aber nichts mit Politik zu tun.
Komisch, teils dieselben Leute die sonst immer der Meinung waren, alles sei politisch.
Samstag, 5. Juni 2010
Klappentext
Eine Webseite hat im Gegensatz zu einem Buch keinen Buchrücken, kein "Hinten" wo der Klappentext das Buch bewirbt.Aber im Internet ist überall "Hinten" , das ist da wo laut Helmut Kohl nur wichtig ist was rauskommt.
Überall ist aber auch "Vorn".
Darum kann ich meinen "Klappentext" genau so gut vorneweg bringen.
Da behaupten doch glatt Menschen die daran interessiert sind daß bestimmte Dinge nicht öffentlich angesprochen werden, KEIN KAMPF sei ein Buchtitel mit dem man Leute erschrecken kann.
Ich weiß gar nicht warum. Es heißt doch ausdrücklich KEIN Kampf.
Der Titel könnte also genau so gut von Mahatma Gandhi stammen.
Leider bin aber ich's nur:
Trotzdem freue ich mich, daß ich es bin und nicht Gandhi.
Zum Beispiel, weil ich (noch) mehr Haare habe, und im Gegensatz zu Gandhi noch nicht richtig tot bin.
Es kann passieren, daß manche Kapitel etwas länger dauern, wenn mal wieder die Finger nicht tippen können.
Manchmal hab ich den Verdacht, im letzten Leben war ich George Custer, der sich im Bürgerkrieg beim Durchreiten eines Flusses das Rheuma holte.
Ich habe es mir geholt, als ich einige Jahre in meinem halb abgebrannten und deshalb etwas zugigen Haus lebte. Das mir leider zum Hitlergeburtstag von einem asozialen Arschloch angezündet wurde.
Sie sehen, Sie können ganz beruhig sein: ich bin NICHT Adolf Hitler, im Gegenteil.
Ich bin, was Hitler besser geblieben wäre: ein unbekannter Künstler.
Zwar habe ich auch schon mal eine Partei gegründet, aber mein Wunschkandidat für das Amt des Bundespräsidenten war Rolf Kauka (der deutsche Walt Disney), und nicht etwa Hindenburg.
Allerdings, Sie wissen es ja selbst: nie wurde ein Zeppelin nach Rolf Kauka benannt,
und ich war auch noch nicht Bundeskanzler.
Schade eigentlich! Mit mir hätten Sie nämlich keinen Euro, keine deutsche Teilnahme am Krieg gegen Jugoslawien und auch alles mögliche andere nicht gekriegt.
Dafür hätten Sie behalten: Ihre D-Mark, Ihre Ruhe und Ihren Frieden.
Herzlichst,
Ihr Johann Wiegand
P.S.: Eigentlich wollte ich längst ausgewandert sein. Aber da man als mit staatlicher Duldung Abgefackelter und Abgezockter dafür nicht die Mittel hat, muß ich noch etwas bleiben. Pech für mich, aber möglicherweise ein größeres Pech für die deutsche Politmafia. Indem man mir die Mittel genommen hat, zwingt man mich ja aktiv zu werden.
Falls der Buchtitel Nazis angelockt haben sollte, will ich auch diese nicht enttäuschen und auch ein paar lustige Kleinigkeiten über die Nazis erzählen, denen ich begegnet bin.
Einige meiner potentiellen Verleger haben mir nämlich erzählt, ohne Nazis drin kauft es später keiner . . .
Und man glaubt zunächst gar nicht wo es sie überall gibt!
Die biographischen Texte in KEIN KAMPF sind keine Satire. Alles ist wahr bzw. wirklich geschehen.
Überall ist aber auch "Vorn".
Darum kann ich meinen "Klappentext" genau so gut vorneweg bringen.
Da behaupten doch glatt Menschen die daran interessiert sind daß bestimmte Dinge nicht öffentlich angesprochen werden, KEIN KAMPF sei ein Buchtitel mit dem man Leute erschrecken kann.
Ich weiß gar nicht warum. Es heißt doch ausdrücklich KEIN Kampf.
Der Titel könnte also genau so gut von Mahatma Gandhi stammen.
Leider bin aber ich's nur:
Zum Beispiel, weil ich (noch) mehr Haare habe, und im Gegensatz zu Gandhi noch nicht richtig tot bin.
Es kann passieren, daß manche Kapitel etwas länger dauern, wenn mal wieder die Finger nicht tippen können.
Manchmal hab ich den Verdacht, im letzten Leben war ich George Custer, der sich im Bürgerkrieg beim Durchreiten eines Flusses das Rheuma holte.
Ich habe es mir geholt, als ich einige Jahre in meinem halb abgebrannten und deshalb etwas zugigen Haus lebte. Das mir leider zum Hitlergeburtstag von einem asozialen Arschloch angezündet wurde.
Sie sehen, Sie können ganz beruhig sein: ich bin NICHT Adolf Hitler, im Gegenteil.
Ich bin, was Hitler besser geblieben wäre: ein unbekannter Künstler.
Zwar habe ich auch schon mal eine Partei gegründet, aber mein Wunschkandidat für das Amt des Bundespräsidenten war Rolf Kauka (der deutsche Walt Disney), und nicht etwa Hindenburg.
Allerdings, Sie wissen es ja selbst: nie wurde ein Zeppelin nach Rolf Kauka benannt,
und ich war auch noch nicht Bundeskanzler.
Schade eigentlich! Mit mir hätten Sie nämlich keinen Euro, keine deutsche Teilnahme am Krieg gegen Jugoslawien und auch alles mögliche andere nicht gekriegt.
Dafür hätten Sie behalten: Ihre D-Mark, Ihre Ruhe und Ihren Frieden.
Herzlichst,
Ihr Johann Wiegand
P.S.: Eigentlich wollte ich längst ausgewandert sein. Aber da man als mit staatlicher Duldung Abgefackelter und Abgezockter dafür nicht die Mittel hat, muß ich noch etwas bleiben. Pech für mich, aber möglicherweise ein größeres Pech für die deutsche Politmafia. Indem man mir die Mittel genommen hat, zwingt man mich ja aktiv zu werden.
Falls der Buchtitel Nazis angelockt haben sollte, will ich auch diese nicht enttäuschen und auch ein paar lustige Kleinigkeiten über die Nazis erzählen, denen ich begegnet bin.
Einige meiner potentiellen Verleger haben mir nämlich erzählt, ohne Nazis drin kauft es später keiner . . .
Und man glaubt zunächst gar nicht wo es sie überall gibt!
Die biographischen Texte in KEIN KAMPF sind keine Satire. Alles ist wahr bzw. wirklich geschehen.
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